Englisch lernen und die Aussprache von Wörtern


Vielen Menschen wird ihre mangelnde Aussprache in Englisch erst bewusst, wenn sie ins Ausland (z.B. USA) fahren, und dort kaum verstanden werden. Dafür gibt es oft mehrere Ursachen. In unseren Schulen werden Sprachen noch immer zu einem großen Teil gelehrt, indem man in Schulbüchern und Heften liest, bzw. die Sprache dort erklärt wird. Wenn auf diese Weise die englische Sprache erfolgreich gelehrt werden würde, dann müsste es auch für taube Menschen möglich sein, eine gesprochene Sprache zu erlernen. Es hat sich aber mittlerweile in der Praxis durchgesprochen, dass man tauben Menschen eine gesprochene Sprache nur sehr schlecht lehren kann, da es ihnen nicht möglich ist, diese zu hören. Wenn wir nicht in der Lage sind, eine Sprache zu hören, sind wir auch nicht in der Lage diese richtig auszusprechen!

Weiters werden bei uns Lehrerjobs kaum mit Nativ-Speakern besetzt. Nicht-Nativ-Speaker sind aber für unsere Schüler keine guten Vorbilder beim Englisch lernen. Denn diese sprechen die Sprache selbst nur mangelhaft aus. Das Ergebnis dieser Vorgehensweise ist das so genannte Schulenglisch. Eine Art von Englisch, die aus mangelhaft gesprochenen Vokabeln und zusammenhanglos gelernter Grammatik besteht, mit der man aber im täglichen Leben kaum etwas anfängt.

Intressant war hierbei die Diskussion mit einem Lehrer meiner Tochter über die Aussprache des Wortes “Hedgefonds” bzw. über die Thematik des praxisnahen Unterrichtes im Allgemeinen. Ich hatte versucht ihm zu erklären, dass es sinnvoll sei mit Schülern der 10. Klasse vernünftige und aktuelle Themen aus dem Bereich Wirtschaft und Finanzen zu besprechen und zu diskutieren. Er hat sich auf seinen Lehrplan berufen und meinte er müsse diesen ersteinmal abarbeiten, bevor er sich um andere Dinge kümmern könnte. Bezüglich seiner Aussprache (natürlich ist auch er kein Native Speaker) spare ich mir. Aber ich schweife ab, zurück zum Thema.

Wichtig wäre gerade für das Englisch lernen gute Nativ-Speaker als Vorbilder zu haben. Dann würde beim Englisch lernen ein Selbstregel-Kreis in Gang gesetzt werden, der aus Mund und Gehör besteht. Denn wenn die richtige Aussprache der Sprache in unserem Gehirn ist, dann wird jedes Mal, wenn ich einen Satz ausspreche in unserem Kopf der ausgesprochene Satz mit dem richtigen Satz in unserem Gehirn verglichen, und so der optimalen Aussprache immer weiter genähert, bis diese perfekt ist. Gerade beim Englisch lernen besteht noch ein großes Potential zur Verbesserung. Einer der sich damit beschäftigt ist der Lerntrainer Ing. Paul Kutilin. Bereits seit 1993 tritt er für Veränderungen beim Englisch lernen ein.